Wir sind nicht unschuldig. 

Deutschlands koloniales Erbe

Wenn wir über historische Verantwortung sprechen, denken viele sofort an die Zeit des Nationalsozialismus. Zu Recht.

Aber unsere Geschichte beginnt nicht 1933 und sie endet nicht 1945.

Deutschland war Kolonialmacht. Auch unter deutscher Herrschaft wurden Menschen entrechtet, ausgebeutet und Kulturgüter außer Landes gebracht. Viele dieser objekte stehen bis heute in europäischen Museen.

„Das ist lange her“ reicht nicht als Argument.

Denn wir profitieren von strukturen, die in dieser Zeit entstanden sind.

Aufarbeitung bedeutet nicht Schuldzuweisung – sondern Verantwortung.

Kunstwerke und Kulturgüter sind mehr als Ausstellungsstücke. Sie sind Identität, Geschichte und Teil kultureller selbstbestimmung.

Wer sie besitzt, trägt verantwortung für ihren Ursprung.

Aufarbeitung heißt:

  • Transparenz über Herkunft
  • Ehrliche Forschung
  • Dialog auf Augenhöhe
  • Wo nötig: Rückgabe

Nicht aus symbolik – sondern aus Respekt.

Wir sind nicht unschuldig, wenn wir wegsehen.

Eine liberale Gesellschaft sollte den Mut haben, sich ihrer ganzen Geschichte zu stellen – nicht nur dem Teil, der bekannter ist.

Vergangenheit anerkennen heißt nicht, sie abzulehnen. Es heißt, aus ihr verantwortung für die zukunft zu übernehmen.

Dean Kaiser

Kreisvorsitzender

Student (Lehramt für Geschichte und Englisch)

Aufgaben

• Vertritt den Kreisverband nach außen

• Ansprechpartner für den Kreisverband

• Mitglied im erweiterten Landesvorstand der Jungen Liberalen Niedersachsen

• Beisitzer im Kreisvorstand der FDP Wolfsburg

• Stv. Landesvorsitzender für Finanzen der liberalen Hochschulgruppe Niedersachsen-Bremen